Das Erika-Fuchs-Haus zu Ehren der langjährigen Übersetzerin von Donald Duck und Micky Maus kann gebaut werden: in der gestrigen Stadtratssitzung votierten 20 Stadträte für das Projekt, lediglich ein Stadtratsmitglied sprach sich dagegen aus. Wenn die in den nächsten Wochen erwarteten letzten Förderbescheide eintrudeln, die bereits mündlich angekündigt sind, kann es im Sommer mit dem Neubau des ehrgeizigen Projektes im 7.300 Einwohner großen Schwarzenbach a.d. Saale im oberfränkischen Landkreis Hof losgehen. Knapp 4,4 Mio. € werden dann verbaut, um mitten im Ortszentrum an die geniale Übersetzerin Dr. Erika Fuchs zu erinnern, die zwischen 1951 und 1984 alle Disney-Veröffentlichungen ins Deutsche übersetzt hat, später dann vor allem die Geschichten des "guten Zeichners" Carl Barks.
Bürgermeister Alexander Eberl freut sich mit dem Stadtrat über eine hohe Förderung des Projektes: "Wenn alles läuft wie geplant, werden wir 90 % der Investitionssumme über Fördermittel abdecken, die von EU, Bund und Land bis zu bayerischen und oberfränkischen Stiftungen kommen. Das zeigt die Wertschätzung, die die Museumsidee bereits jetzt erhält!" Für den Betrieb hat sich der Stadtrat bereit erklärt 50.000 € jährlich als Defizitausgleich zur Verfügung zu stellen; weitere Einnahmequellen sind neben den Eintrittsgeldern die Erlöse aus dem geplanten Museumsshop und vor allem private Zuschüsse. Zu diesem Zweck wurde bereits vor einigen Jahren der "Klub der Milliardäre" als Förderverein gegründet, der bislang rund 180 Mitglieder weltweit hat.
Weit mehr als 100 Schwarzenbacherinnen und Schwarzenbacher nutzten gestern abend die Gelegenheit, sich aus erster Hand über das geplante Erika-Fuchs-Haus - zu Ehren der langjährigen Übersetzerin der Micky Maus - zu informieren. Bürgermeister Alexander Eberl ist mit dem Ergebnis außerordentlich zufrieden: "Die Bürger haben das Konzept begeistert aufgenommen und gemerkt, welches enorme Potenzial im Thema steckt. Viele haben spontan ihre Bereitschaft zur Mithilfe angekündigt." Ursächlich dafür war wohl das sehr durchdachte Ausstellungskonzept der "m.o.l.i.t.o.r. GmbH" aus Berlin, das die Besucher in die Welt der Comics und speziell in den Kosmos Entenhausen eintauchen ließ. An der Gebäudeplanung des Architekten Dominik Burkard aus Rottweil gab es Verbesserungsvorschläge im Detail, die in der weiteren Planung aber zum Teil Berücksichtigung finden werden weiter ...