Sonderausstellungen

HIRNCOMIC

Was, wenn unsere Wahrnehmung uns ständig täuscht – und wir es nicht einmal merken? Genau hier setzt der Hirncomic von Sarah-Lyn Weitnauer und Lea Hümbs an: ein Sachcomic-Projekt, das Neurowissenschaft, Psychologie und Humor auf unterhaltsame und erkenntnisreiche Weise verbindet.

Im Zentrum steht die radikale Erkenntnis: Unsere Wahrnehmung ist keine objektive Abbildung der Realität, sondern ein hochgradig gefiltertes, konstruiertes System unserer Gehirne. Zwischen Illusion, Aufmerksamkeit und kognitiven Verzerrungen entfaltet sich ein Spannungsfeld, das zeigt: Realität ist interpretativ, Wahrnehmung manipulierbar und Denken fehleranfällig.

„Was im Hirn so abgeht“ wird nicht bloß erklärt, sondern erfahrbar gemacht: Statt trockener Theorie gibt’s Experimente fürs Auge und Aha-Momente im Kopf. Denn der Humor wirkt wie ein Turbo für Erkenntnis. Die Ausstellung läuft vom 9. Mai bis 4. Oktober 2026.

Über die Autorin:
Sarah-Lyn Weitnauer stammt aus Bayreuth, wo sie das Gymnasium besuchte. Die Region prägte ihre Kindheit und Jugend ebenso, wie ihren feinen Sinn für Sprache, Humor und menschliche Eigenheiten. Sie studierte BWL an der Universität Bayreuth und Psychologie in Salzburg. Sie ist der Kopf, das Hirn, hinter der fröhlichen Wahrnehmungsgeschichte des kleinen Hirns Cerebri und entwickelt die Geschichten, sowie die Texte und Vorzeichnungen des HIRNCOMICS. Als erfahrene Psychologin kennt sie sich exzellent damit aus, wie äußere Eindrücke auf das menschliche Hirn wirken und wie es von ihm wahrgenommen und interpretiert wird – sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt. Sarah-Lyn arbeitet selbstständig als Psychologin, Unternehmensberaterin, Speakerin und Autorin.

Über die Illustratorin:
Lea Hümbs ist die Illustratorin des Comics. Sie ist eine Expertin darin, noch so obskure Ideen, Scribbles und Briefings in prachtvolle sowie auf den Punkt umgesetzte Zeichnungen zu verwandeln. Und genau das hat sie mittels Standleitung zu Sarahs Hirn auch geschafft: Sie hat dem HIRNCOMIC und der Figur Cerebri Leben eingehaucht.
Lea Hümbs studierte von 2015-2020 Kommunikationsdesign in Berlin und gestaltet seitdem visuelle Welten – als 2D/UI Artist beim Games Studio Papercoda Games und als freiberufliche Illustratorin.

  • Ausstellungseröffnung: 8. Mai 2026, 19 Uhr, freier Eintritt
  • Laufzeit bis 4. Oktober 2026
  • Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr und an Feiertagen

Vorschau 2026

Demokratie-Parcours im Erika-Fuchs-Haus

Vom 7. bis 28. Oktober 2026 verwandelt sich ein Raum im Erika-Fuchs-Haus in einen Pop-up-Store der besonderen Art: Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit bringt mit ihrem Demokratie-Parcours ein interaktives Format in die Stadt, das Besucherinnen und Besucher spielerisch und anschaulich für die Grundlagen unserer demokratischen Ordnung sensibilisiert.

Der Demokratie-Parcours lädt dazu ein, sich mit Fragen rund um Mitbestimmung, Grundrechte und gesellschaftliches Miteinander auseinanderzusetzen. In lockerer Pop-up-Atmosphäre – mitten im Alltag der Innenstadt – können Interessierte während der dreiwöchigen Laufzeit ohne große Hürden vorbeischauen, sich informieren und selbst aktiv werden. Das Erika-Fuchs-Haus bietet mit seiner zentralen Lage und seiner Offenheit für kulturelle wie gesellschaftliche Projekte den passenden Rahmen für dieses Format. Die Ausstellung richtet sich an alle: z.B. Familien, Schulklassen, Vereine, Seniorengruppen und natürlich an die interessierte Öffentlichkeit.

Der Eintritt ins Museum ist in den gesamten drei Wochen frei.

Wir suchen Freiwillige!
Du willst das Projekt unterstützen und hast Spaß am Austausch mit verschiedenen Menschen? Dann kannst du Führungen durch den Demokratie Parcours geben.
Melde dich bis zum 2. Oktober bei Gesa Marxsen unter folgender Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse: 09232-9939-21 oder
Marxsen@ebz-alexandersbad.de

Eine Schulung für alle Freiwilligen erfolgt am 7. Oktober von 13:30 bis 15 Uhr vor Ort im Erika-Fuchs-Haus.

  • Laufzeit: 7. bis 28. Oktober 2026
  • Veranstalter: Erika Fuchs Haus & Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
  • Anmeldung für Führungen ab mind. 10 Personen unter info@erika-fuchs.de oder 09284 9498120.

Ausgezeichnet – Die deutschsprachigen Max und Moritz-Preisträger*innen 2026

Das Erika-Fuchs-Haus präsentiert nun schon zum siebten Mal die aktuellen Preisträgerinnen und Preisträger. Originalzeichnungen, Skizzen und Entwürfe zeigen die Vielfalt der deutschsprachigen Comic-Szene auf. Fotos der Arbeitsplätze geben einen Eindruck von den unterschiedlichen Arbeitsweisen der Künstlerinnen und Künstler. Eine Leseecke lädt dazu ein, in den preisgekrönten Werken zu schmökern. Zu sehen sind Arbeiten von: Bester Comic für Kinder: Ayşe Klinge, Bester deutschsprachiger Comic: Mikael Ross, Bester deutschsprachiger Comic-Künstler: Franz Suess, Bester Sachcomic: Ulli Lust, Bestes deutschsprachiges Comic-Debüt: Martin Oesch, Spezialpreis der Jury: Andreas C. Knigge.

Alle zwei Jahre verleiht die Stadt Erlangen den Max und Moritz-Preis, die bedeutendste Auszeichnung für Comic-Schaffende im deutschsprachigen Raum. Die Verleihung findet im feierlichen Rahmen des Internationalen Comic Salons statt. Am Abend des 5. Juni 2026 wurden im Erlanger Markgrafentheater die Max und Moritz-Preise 2026 verkündet. Kooperationspartner der Wanderausstellung sind erneut das Kulturamt der Stadt Erlangen, die Dr. Erika-Fuchs-Stiftung und die Schmitz-Lippert-Stiftung im Cöln Comic Haus. Initiator und Kurator der Wanderausstellung ist Darjush Davar.

  • Ausstellungseröffnung: 9. Oktober 2026, 19 Uhr, freier Eintritt
  • Laufzeit vom 10. Oktober 2026 bis 4. April 2027
  • Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr und an Feiertagen, geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember sowie am Karfreitag

Sudetenlove – Landschaft der Liebe

© Filip Raif

Ab 7. November 2026: „Sudetenlove – Landschaft der Liebe“, in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum, München
Mehr Informationen in Kürze.